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Weisser Tee

Weisser Tee

der Guide von Deluxe Tee

Dereinst war der Genuss des edlen weissen Tees allein dem chinesischen Kaiser und seinem Hofstaat vorbehalten. Sanft anregend und weich-mild im Geschmack, gilt diese Teesorte als der „Champagner“ unter den Tees.

Und es gibt sehr gute Gründe, Bai Cha, so sein chinesischer Name, zu lieben!

Wenn wir vom weissen Tee sprechen, sprechen wir von einer der insgesamt sechs Sorten Tee, die man aus der Teepflanze gewinnen kann.

In diesem Guide erfahren Sie, was weissen Tee ausmacht, welche Sorten es gibt und wie Sie ihn am besten zubereiten können.

In einem weiteren Guide gehen wir auf die Fragen nach der Wirkung von weissem Tee ein.

Weisstee Ratgeber

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Weisstee: der Edle und Naturbelassene

Die Überschrift stimmt – weisser Tee ist der von allen Teesorten (schwarz, Oolong, grün) am wenigsten verarbeitete.

Er wird keinem Oxidierungsprozess unterzogen.

Die Blätter und Knospen werden nach der Ernte (per Hand) in der Sonne schonend gewelkt und getrocknet.

Es findet nur zum Schluss eine kontrollierte Hitzezufuhr statt.

Aus dieser schonenden Verarbeitung ergibt sich zum einen der sehr hohe Catechingehalt, zum anderen auch der besondere, milde, sanfte Geschmack von weissem Tee.

Das Faszinierende an der natürlichen Vielfalt von weissem wie von jedem andere Echttee an sich ist der Umstand, dass alle Tees von der Pflanze Camellia Sinensis abstammen.

Durch die unterschiedlichen Kultivare, die Anbauorte und die Verarbeitung entstehen dann die ganzen aufregenden Unterschiede.

GESCHICHTE IN DER TEETASSE

Als die ursprünglichsten Varietäten für den Weisstee gelten die Da Hao und Da Bai genannten Kultivare.

Diese Pflanzen sind auch in historischen Schriften festgehalten.

Da Hao war die während der Song-Dynastie (960-1279) exklusiv für die Kaiserfamilie angebaute Originalsorte.

Da Bai entwickelte man erst später weiter, im 19. Jahrhundert.

Heute gilt der Da Bai Kultivar als einer der wertvollsten und begehrtesten.

Weisstee: der köstlich Anregende

Fans von weissem Tee lieben ihn vor allem aufgrund seines besonderen Geschmacks.

Weisstee ist auf eine natürliche Weise leicht süss, sehr mild und weich.

Manche weissen Tees sind herber als die anderen, meist sind aber Noten von Blüten, Aprikosen, Mandeln oder Hopfen präsent.

Der Aufguss ist meistens sehr hell; der Tee bittert nicht nach und schmeckt insgesamt sehr rund und harmonisch.

Aber lassen Sie sich von seiner goldenen, pastelligen Tasse nicht täuschen!

Weisser Tee enthält durchaus ordentlich Koffein. Je nach Qualität und Sorte sogar deutlich mehr als Kaffee.

Dennoch wirkt Weisstee auf den Menschen ganz anders als etwa ein starker Espresso.

Das liegt daran, dass das Koffein aus Kaffeebohnen und aus dem Teeblatt anderes gebunden ist und somit anders verstoffwechselt wird.

Im Kaffee wirkt sich das Koffein vorrangig auf unser Herz und unseren Kreislauf aus: Es „kickt“.

Im Tee hingegen sorgen die Catechine für eine sanft anregende Wirkung, die vor allem auf unser Nervensystem abzielt.

Dadurch fühlen wir uns nicht nur wacher, sondern spüren eine belebende Zunahme an Konzentrationsfähigkeit.

LUXUS IN DER TEETASSE

Neben der besonderen Kultivare und der schonenden Verarbeitung spielen natürliche Einschränkungen eine wichtige Rolle bei der Wertigkeit des Weisstees.

Die Herstellung ist sehr aufwändig, da nur die zartesten Triebe gepflückt werden oder nur eine begrenze Anzahl Tage lang geerntet wird.

Man sagt, dass es bei bestimmten Sorten von Silver Needle bis zu 30’000 per Hand gesammelter Teeblattknospen benötigt, um ein Kilo Tee herzustellen.

Auf die benötigten Arbeitsstunden bei der Lese heruntergebrochen, kann ein*e geübte*r Teepflücker*in pro Tag vielleicht so viele Teeblätter ernten, dass am Ende gerade mal 100 Gramm Tee entstehen.

Weisstee: der Traditionelle und Poetische

Die bekanntesten und edelsten Sorten von weissem Tee sind Pai Mu Tan und Yin Zhen Bai Hao.

Diese Namen lassen sich als „weisse Pfingstrose“ und „silbernde Nadeln“ übersetzen, wobei sich international und länderübergreifend die englischsprachigen Versionen „White Peony“ und „Silver Needle“ durchgesetzt haben.

KULTURGUT IN DER TEETASSE

Alle Weisstees, ob Pai Mu Tan oder Yin Zhen, werden nach einer traditionellen Art hergestellt.

Die erfahrenen Teemeister lassen die Teeernte auf riesigen Matten aus Bambus für bis zu 3 Tage lang zum Welken und Trocknen ausbreiten.

An sonnigen Tagen übernimmt die Natur die Arbeit; an regennassen Tagen muss zur Raumtrocknung gegriffen werden.

Zur sogenannten Endtrocknung werden die Teeblätter für nur sehr kurze Zeit erhitzt, im Anschluss direkt sortiert und dann verpackt.

Somit verhindert man eine Oxidierung.

Interessant ist, dass der so verarbeitete Tee sich hervorragend für eine lange Lagerung eignet.

Natürlich werden irgendwann auch da die Oxidationsprozesse nach und nach greifen – aber auch solche Weisstees sind in China so begehrt wie hierzulande etwa rare Jahrgangsweine.

Weisser Tee, sein Wert und sein Anbau

Zwar kommen Weisstees heutzutage aus unterschiedlichen Anbauregionen.

Doch die Herkunftsregion des weissen Tees, die Provinz Fujian, gilt nach wie vor als die ungeschlagene Spitzenadresse für edelste Weisstees.

Zugleich sind hier aber auch die Preise in den vergangenen 10 Jahren nahezu explodiert.

Das ist zum einen einer auch international steigenden Nachfrage geschuldet – wer weissen Tee für sich entdeckt, möchte ihn meist nicht wieder missen.

Zum anderen ist auch die Ernte durch die natürlichen und bereits erwähnten Beschränkungen bei der Zeit und Dauer der Pflückung nicht unendlich zu vergrössern.

Im Gegenteil; und auch Ernteausfälle durch Wetterveränderungen gehören inzwischen leider noch dazu.

Hinzu kommt: Die traditionelle Handarbeit ist relativ teuer geworden.

Aber es gibt ja auch noch Tees aus anderen Anbaugebieten.

Welche könnten Sie sich als Weisstee-Fan anschauen?

Die Provinz Fuding ist die Heimat der edelsten Bai Hao Yin Zhen Silver Needle Tees.

Aus den Provinzen Anhui, Hunan, Yunnan und Zhejiang kommen aber auch sehr gute „Silver Needles“.

Und auch jenseits von China überzeugen Taiwan, Thailand, Indien, Sri Lanka und Nepal mit ihren weissen Tees.

So bereiten Sie den weissen Tee richtig zu

Heiss oder als Cold Brew – durch die unterschiedlichen Zubereitungsarten entlocken Sie dem Weisstee immer neue Geschmacksnuancen.

Wenn Sie sich einen edlen weissen Tee klassisch mit der Heisswassermethode zaubern möchten, benötigen Sie dafür einen Gaiwan oder eine sogenannte Yixing-Teekanne und ca. 70 °C  heisses Wasser.

Der Tee wird nur ganz kurz überbrüht und kann mehrmals aufgegossen und genossen werden.

Wenn Sie einen sogenannten Kaltaufguss ausprobieren, werden Sie die fruchtig-blumigen Noten des Weisstees ganz ohne Bitterstoffe entdecken können.

Diese gehen von Frühlingsblüten über pudrige Pfirsichnoten bis hin zu nussigen oder grünen Akkorden – Ihr Weisstee zeigt sich so von einer ganz anderen Seite.

Für den Kaltaufguss werden die Teeblätter mit kaltem Wasser in einer Flasche oder Karaffe aufgegossen.

Dann lassen Sie den Tee so über Nacht (für maximal 12 Stunden) im Kühlschrank ziehen.

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