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Yerba Mate Tee mit Mate Schüssel

Mate Tee: die exotische Erfrischung

Kaum ein anderes Aufgussgetränk hat so viele verschiedene Namen.

Der vom Matestrauch Ilex paraguariensis gewonnene anregende Mate-Tee oder kurz Mate ist auch als Jesuitentee, Paraguaytee, Paranatee, Yerba Mate, Erva Mate und Chimarrão bekannt.

Das ist seiner Herkunft in Südamerika und den unterschiedlichen dort gesprochenen Sprachen geschuldet.

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Kein Tee, aber koffeinhaltig – ein Getränk mit Geschichte

Den heute verbreiteten Namen „Mate“ bekam das Getränk eigentlich vom Guaraní-Wort für Trinkgefäss („Quechua mati“), was vielleicht am deutlichsten macht, wie beliebt der Aufguss in Süd- und Mittelamerika eigentlich ist.

Ein weiterer Hinweis: In einigen Ländern Südamerikas, wie etwa in Bolivien und Peru, sind andere Pflanzenaufgüsse als Mate bekannt.

Jenseits von Süd- und Mittelamerika jedoch bleibt Mate auch heute noch weitestgehend ein Exot denn ein tägliches Genussmittel.

Der Mate-Genuss war lange vor der Kolonialisierung verbreitet. Und diese Tradition der Ureinwohner ist auch heute noch stark in der Kultur von Argentinien, Paraguay, Uruguay, in Teilen Chiles und Boliviens verankert. Vor allem in Argentinien ist der Verbrauch recht hoch. Das Land ist zugleich wichtigster Mateproduzent.

Die Herstellung von Mate

Die wichtigste Unterscheidung bei Mate ist die zwischen geröstetem und grünem Mate.

Für gerösteten Mate wird das Blattgut über offenem Feuer getrocknet. Das stoppt die Fermentation und verleiht dem Mate den typischen Geschmack.

Das Blattgut für grünen Mate muss bei ca. 50° C fermentieren. Das dauert ungefähr einen Monat. Im Anschluss muss auch der grüne Mate stark erhitzt werden.

Als letzter Verarbeitungsschritt steht für beide Sorten eine Trocknung an, bevor sie feiner zerstückelt oder gemahlen werden.

Gehören dazu: Flaschenkürbis und Trinkhalm

Wie die meisten sehr traditionsreichen Getränke und Speisen kommt auch der Matetee nicht ohne sein typisches Trinkgefäss mit Trinkhalm denkbar.

Traditionellerweise wird Mate aus sogenannten Kalebassen getrunken. Zwar sind heute Kalebassen aus Metall, Holz, Kunststoff und Porzellan erhältlich – die ursprünglichste Form sind jedoch aus speziell verarbeiteten Flaschenkürbissen gefertigte Trinkbecher.

Typisch sind Verstärkungen und zum Teil aufwändige Verzierungen am Trinkrand, die meistens aus Metall bestehen. Grundsätzlich können sich die Designs der Trinkbecher je nach Region sehr stark voneinander unterscheiden.

Zur Kalebasse gehört zudem eine sogenannte Bombilla. Das ist ein Trinkrohr aus Metall oder Bambus, an dessen unterem Ende ein Sieb angebracht ist.

Auch aus Rinderhörnern wird Mate getrunken – dann aber in seiner als Tereré bekannten Zubereitungsart als Eistee.

Mate richtig zubereiten

Mate kann auf unterschiedliche Arten zubereitet und genossen werden:

  1. Traditionelle Zubereitung als Heissgetränk
  2. Tereré: Mate als Eistee
  3. Mate cocido: die „einfache“ Mate-Zubereitung
  4. Weitere Zubereitungsvarianten von Mate

Traditionelle Zubereitung als Heissgetränk

Für die traditionelle Zubereitung, zu der mehrere Aufgüsse dazugehören, benötigt man:

  • das Trinkgefäss (die Kalebasse),
  • das Trinkrohr (die Bombilla),
  • eine Thermosflasche mit heissem Wasser (für die wiederholten Aufgüsse unterwegs)
  • und natürlich den Mate.

Wichtig dabei: der Tee wird erst in der Kalebasse durch Schütteln leicht vorsortiert und mit wenig Wasser zum Quellen hingestellt. So können später weniger kleine Partikelchen beim Trinken stören. Der Tee wird auch an die Wände des Bechers herangedrückt – durch die Schräglage des Bechers beim Ziehen schmecken mehrere Aufgüsse gleich intensiv.

Zum Aufgiessen verwendet man heisses Wasser, das man an der Bombilla entlang vorsichtig ins Gefäss gibt. Wie heiss das Wasser ist, ist von der Region abhängig. 

Der fertige Aufguss kann ungesüsst oder mit Zucker und Stevia verfeinert werden. 

Der so zubereitete Matetee gilt erst dann als ausgewaschen, wenn sich beim Aufguss Bläschen bilden oder wenn die Mateblätter anfangen, auf dem Wasser oben zu treiben.

Diese klassische Zubereitungsart und auch die „richtige“ Trinkweise werden in regional unterschiedlichen, meist mündlich überlieferten Regeln beschrieben. Der Mategenuss gilt als eine gastfreundliche und höfliche Geste. Man trinkt den Tee in der Familie, unter Freunden oder bei Festen und Zusammenkünften.

Tereré: Mate als Eistee

Das Getränk wird als Tereré bezeichnet. Gern mischt man Tereré auch mit Obst, Eiscreme oder rundet es mit ein wenig Zitronensaft ab. Auch alkoholische Mischgetränke mit kaltem Matetee sind nicht unüblich.

Mate cocido: die „einfache“ Mate-Zubereitung

Wem die traditionelle Zubereitung in der Kalebasse zu kompliziert oder unpraktisch erscheint: Sie können Mate auf ganz konventionelle Art und Weise aufbrühen.

Wenn man Mateblätter mit heissem Wasser aufgiesst, wird der Tee Mate cocido genannt, also gekochter Mate. Dieser kann gesüsst und/ oder mit Milch verfeinert getrunken werden.

Weitere Zubereitungsvarianten von Mate

Mate ist nicht nur aufgrund seines besonderen Geschmacks so beliebt. Die Mateblätter sind auch recht vielseitig in der Zubereitung. Beim heissen Aufguss lässt sich Mate mit aromatischen Kräutern, etwa mit Minze, hervorragend mischen. Erkalteter Mate schmeckt köstlich, wann man ihn mit dem Saft von Zitrusfrüchten mischt.

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